TRADITION  J. HRADECKÝ spol. s r.o. PACOV, založeno 1876


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Aus dem Katalog der Firma JHP im Jahre 1936.

 

 

 

Wir befinden uns im Jahre 1876. Ein in Wien ausgelernter Kupferschmiedgeselle, der noch nicht dreißig Jahre alt ist, kommt zu dieser Zeit nach Pacov. Er heißt Josef Hradecký. Zusammen mit seinem Bruder Eduard haben sie Pacov als geeignete Stelle für ihr Unternehmen gewählt, und deswegen beantragt Josef Hradecký am 8.September 1876 beim Kreishauptmannschaft die Genehmigung seiner Kesselschmiede in Pacov. Dadurch gehört Josef Hradecký zu den Leuten, die die Grundlagen der tschechischen Industrie geschaffen haben.

Auf Grund der wachsenden Zahlen der landwirtschaftlichen Spiritusbrennereien, hat sich das Gewerbe des Gründers günstig entwickelt und seine Arbeit ist immer mehr auch in anderen Gebieten von Österreich-Ungarn bekannt. Das Kessel- und Kupferschmiedehandwerk erlebt zu der Zeit einen riesigen Aufschwung, was sich auch in der Sozialsphäre bemerkbar macht. Die Arbeitnehmer erhalten kostenlose Krankenversicherung und die Lehrlinge bekommen Taschengeld. Zu der erfolgreichen Entwicklung haben auch die regionalen Gewerbeausstellungen beigetragen, die in Pacov seit 1906 regelmäßig stattfanden.

In den zwanziger Jahren wurde Pacov elektrifiziert, was das Technologieniveau erhöht und zur besseren Maschinenausrüstung beigetragen hat.

Vor dem zweiten Weltkrieg hatte der Betrieb schon 80 Mitarbeiter. Die Firmenerzeugnisse hatten einen guten Ruf und mit der Qualität und dem Preis waren sie konkurenzfähig. Zwischen den Jahren 1876 und 1936 hat Firma Hradecký Produktionsanlagen für 376 Spiritusbrennereien hergestellt. Als Beweis der guten Qualität kann erwähnt werden, daß noch heute in Brennereien Anlagen zu finden sind, die das Kennzeichen JHP tragen und immer noch im Betrieb sind.

Der Krieg und die vierziger Jahre haben die Beschränkung der Kupfer- und Buntmetallverarbeitung mitgebracht. Der Betrieb stellt vor allem Ersatzteile für SKODA Pilsen, Austauscher, Erwärmer und Ähnliches her.

Nach dem Krieg wurde das ursprüngliche Produktionsprogramm wieder aufgenommen. Leider kam es bald zu den bekannten politischen Ereignissen, die dann zu der Verstaatlichung der Firma im Jahre 1948 geführt haben.

Am traurigsten in der Geschichte der Firma ist, daß die Familie Hradecký in den fünfziger Jahren zwangsweise nach Leskovice umgesiedelt wurde und der Firmenbesitzer in einem ausgeklügelten Gerichtsprozess verurteilt, und ins Gefängnis gesteckt wurde. Erst nach 1989 wurde Ing. Josef Hradecký posthum rehabilitiert.

Nach der Verstaatlichung im Jahre 1948 hat der Pacover Betrieb viele Reorganisationen durchgemacht. Im Jahre 1957 begann man einen neuen Betrieb in der Nádražní Straße zu bauen, der dann in den Konzern Strojobal eingegliedert wurde.

Im Jahre 1992 wurde die Firma restituiert, die lebenden Nachkommen des Besitzers haben die Produktion wieder aufgenommen und seit 1993 setzen die Firmentradition, unter dem Kennzeichen JHP fort.

 

J.HRADECKÝ® spol. s r.o., PACOV

Sadová 300, 395 01 Pacov, Tschechische Republik

Tel./Fax: +420 / 565 44 20 51, + 420 / 603 532 340

e-mail: vanek@hradeckypacov.cz


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